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DÉJÀ-VU

Aus allzu aktuellem Anlass wurde die Installation „The Missing Image“ von Ruth Beckermann adaptiert. Der straßenwaschende Jude bekommt für 24 Stunden Gesellschaft von drei heutigen Flüchtlingen, denen sogenannte Einheimische ihren Trotz und ihre Ablehnung ins Gesicht schleudern. Déjà-vu spiegelt jenes Wien wider, das ein aufs andere Mal zur Hatz ruft. Damals wie heute. 24 Stunden lang sehen wir in die Mienen jener, die in Erdberg für einen Fototermin unverdrossenen Hasses posierten. Nicht bloß werden alle, die Asyl beantragen, von der Politik unter Verdacht gestellt. Nein, da sind noch jene Wiener voller Ressentiments und selbstgerechtem Hass, die neuerlich die Vertriebenen zu Verfolgten macht. Unerträglich, welches Ausmaß und welche Brutalität die Hetze gegen Flüchtlinge bereits erreicht hat. Unmöglich, dieser Verrohung schweigend zuzusehen.
Wahre Erinnerung ergeht sich nicht in bloßen Gedenkritualen, sondern schärft die Geistesgegenwart und den Blick für das Weiterwirken des Unrechts. Sie sagt uns deshalb: „Keine Koalition mit dem Rassismus!“

Zeit: vom Donnerstag, den 18.6.2015 - 24 Stunden - lang bis zum Freitag, den 19.6.2015

Ort: das Mahnmal am Albertinaplatz, 1010 Wien.

Ansprechpersonen für die Presse: Isolde Charim und Max Koch: 0676 3108051.


















Foto © Kurier / Jürg Christandl

Nähere Infos zur Initiative „Keine Koalition mit dem Rassismus“ unter:

www.repclub.at

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ARTICLE: FPÖ Hetze wird zur Kunst (deutsch)
Sueddeutsche Zeitung 08/07/2015